Volta a Portugal em Bicicleta

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Nachdem wir auf der II. Etappe etwas Pech hatten, Martin Mares der tschechische Meister wurde nach einer Attacke im Finale, 200m vor dem Ziel wieder gestellt, ich mußte nach Sturz 4km vor dem Ziel erst wieder den Anschluß zur Gruppe herstellen und konnte in die Entscheidung nicht mehr eingreifen, haben wir auf der III. Etappe ein fast perfektes Rennen abgeliefert.

Ich selbst konnte den Sprint der ersten größeren Gruppe gewinnen und 4 er werden, vorn waren mit gut 10 Sekunden Patrick Sinkewitz, der einen Sieg fürs Team eingefahren konnte und zwei weitere Ausreißer.

Die IV. Etappe stand dann ganz im Zeichen der letzten zwei Berge, jeweils der 1.Kategorie, da mußten nicht nur die reinen Bergfahrer mächtig ran. Es gab überall wieder eine unglaubliche Volksfeststimmung, wirklich toll die Begeisterung!

Kopfsteinpflaster ist hier aber fast an jedem Start und Zielbereich ein beliebtes Relikt aus vergangenen Zeiten, so auch wieder auf der V. Etappe, dazu noch bergauf. Diesmal haben es zwei Ausreißer geschafft und konnten sich mit 50m Vorsprung noch ins Ziel retten. Auf der doch extrem schmalen Zielanfahrt konnte ich 6 er werden, die Beine waren gut, aber es ist ohne gute Vorbereitung nicht ganz einfach immer das Vorderrad frei zu haben, zudem muß ich mich nicht allzu sehr ärgern, daß es im Hauptfeld nicht mehr direkt um den Etappensieg ging. Zumindestens bin ich immer mit vorn dabei, die Zielanfahrten sind doch immer recht schwer.

Gestern dann wieder eine klassische Bergankunft, zwar nur 6 km, aber es hat doch gereicht um das Klassement durchzuschütteln. Viel wichtiger war es genau vor dem Anfang des Berges ganz vorn zu sein. Denn es galt durch den Ort über 2,5km Kopfsteinpflaster zu fahren, mit einigen engen Kurven und einer leichten Abfahrt. Unser Team hat das wie besprochen super gemacht und konsequent umgesetzt.

So daß nach dem Kopfsteinplaster nur noch ca. 20 Fahrer zusammen in der ersten Gruppe den Berg in Angriff genommen haben. Leider ist kein ausgesprochen super Tagesergebnis dabei heraus gesprungen, aber im Klassement liegen wir jetzt auf Platz 4, in Reichweite zum gelben Trikot. Und am Samstag wartet die schwerste Etappe ja noch auf uns, mit dem 28 km langen Schlussanstieg.

Dann werde ich Morgen mal schauen, ob ich auch wieder in einer Ausreißergruppe sein kann, denn auf der welligen Etappe und den Zeitabständen doch eine Möglichkeit.

Bis dahin, euer Danilo.

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1. Etappe: Bei Km Null ging es direkt los, an ein lockeres Einrollen war nicht zu denken.

Nach weiteren 20 km hatte sich eine 11 Fahrer starke Spitzengruppe gebildet, in der wir auch mit unserer Mannschaft vertreten waren.

Eigentlich wollte ich nicht in eine Fluchtgruppe, aber da ich einfach nur am Rad mitgerollt bin, saß ich da nun. ‘Wenigstens ein paar Bonussekunden kann ich ja holen, einfach ganz locker mitfahren.’

Fehlanzeige, mitlerweile hatten wir nach 50 gefahrenen Kilometern über 8 Minuten Vorsprung, aber in der Spitzengruppe wollte auch niemand mehr fahren.

Nach mehreren Attacken splittete sich diese 11 er Gruppe und wir sind mit 5 Fahrern vorn weiter gefahren.

Eigentlich sollte das die flachste Etappe der gesamten Tour sein, da bin ich ja mal auf die kommenden Tage gespannt.

Meine Mitstreiter waren die letzten 30 km quasi stehend ko, so daß ich die gesamte Führungsarbeit allein machen mußte, daß Ende vom Lied, 5 km vor dem Ziel wurden wir dann wieder gestellt.

Da ich im Finale keine Zeit verlieren durfte, denn da gelbe Trikot war ja in greifbarer Nähe, habe ich mich noch einmal voll motiviert und konnte als 9.  über das Ziel rollen, ohne Sekunden zu verlieren.

Leider hat Pettachi nicht gewonnen sondern Cardoso von Liberty Seguros, der im Prolog zeitgleich mit mir war. Somit hat er die Gesamtführung übernommen, ich bin Zweiter mit 2 Sekunden dahinter.

Ich hoffe mich bis zur 2. Etappe wieder etwas zu erholen.

Bis dahin, euer Danilo

3. Platz beim Prolog:

Vor wenigen Minuten ist der 2.5 km lange Prolog zum Auftakt der 71. Vuelta a Portugal zu Ende gegangen.

Bei strahlendem Sommerwetter und für Portugal typischen 35 Grad ging es im Herzen von Lissabon gleich richtig zur Sache.

Auf der Avenida da Liberdade direkt im Angesicht des imposanten Wahrzeichens Praca Marques de Pombal und zu Füßen des Parque Eduardo VII, verlief die Rennstrecke. Vom Start aus mußten wir mit hoher Geschwindigkeit maximal Speed 73 km/h zum Wendepunkt und auf der entgegenlaufenden Straßenseite wieder, natürlich bergauf wieder zurück.

Mit einer Fahrzeit von 2:57 min fehlten mir 0.4 Sekunden auf den Sieger, womit ich aber trotzdem einen sehr guten 3.Platz erreichen konnte.

Auf der morgigen Etappe werde ich im Trikot des Bergwertungsführenden an den Start gehen. Dort wird es zwei Bergwertungen der dritten Kategorie geben. Bei welligen, leicht bergigem Terrain hoffe ich aber auf eine Sprintankunft, zumindestens aus einer dezimierten Gruppe heraus.

Die Etappe ist mit 229 km auch direkt die Längste, danach nehmen aber von Tag zu Tag die Schwierigkeiten zu.

Auf jeden Fall freuen wir uns auf die kommenden Tage, die Atmosphäre war fast Grand Tour verdächtigt.

Ciao euer Danilo

Etappenübersicht

05.08. Prolog: Lissabon (2,4 km)
06.08. Etappe 1: Caldas das Rainha - Castelo Branco (228,7 km)
07.08. Etappe 2: Idanha-a-Nova - Guarda (175,0 km)
08.08. Etappe 3: Fundão - Gouveia (164,3 km)
09.08. Etappe 4: Trancoso - Mondim de Basto / Srª. da Graça (158,1 km)
10.08. Ruhetag
11.08. Etappe 5: Felgueiras - Fafe (184,6 km)
12.08. Etappe 6: Barcelos - Santo Tirso (174,6 km)
13.08. Etappe 7: Póvoa de Varzim - São João da Madeira (161,8 km)
14.08. Etappe 8: Gondomar - Aveiro (166,1 km)
15.08. Etappe 9: Oliveira do Bairro - Seia / Torre (154,6 km)
16.08. Etappe 10 (EZF): Vise (30,8 km)

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